Interview mit treats.

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Interview mit treats.

Gesunder Lifestyle, ein Schlagwort das einem heutzutage von überall entgegenschlägt. Nur ist es gar nicht so einfach sich immer und überall gesund zu ernähren.

Die Automaten von treats. bieten eine gute Lösung an, um zumindest die Suche nach einem gesunden Snack zu vereinfachen. Treats nimmt dabei nicht nur den Trend des rundum abgestimmten Lifestyles mit, sondern geht auch mittels App auf die unterschiedlichen Unverträglichkeiten ein, die vielen Leuten das spontane Snacken erschweren.

Im Interview erzählt uns Alexander Seyss mehr über das neue österreichische Startup, die Hintergründe zum Konzept und wie man überhaupt zu so einer Idee kommt!

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Alexander Seyss

Wobei handelt sich bei Treats? Kannst du uns kurz mal eure Idee erklären?

treats. ist ein Food Tech Startup, das endlich auch gesunde Zwischenmahlzeiten leicht zugänglich macht. treats. erleichtert durch eine smarte Softwarelösung an einem Automaten den Einkauf der perfekten Zwischenmahlzeit. Nämlich jener Zwischenmahlzeit, die Wohlbefinden und Leistung steigert und lange Energie abgibt. Treats ist dein individueller Snackanbieter und Ernährungsberater in einem.

Und wie bist du auf diese Idee gekommen?

Beim Schreiben ihrer Masterarbeit über das Adipositasproblem in den USA ist Camilla Sievers auf ein „Gesetz“ gestoßen, dass das Automatensortiment an öffentlichen Orten reguliert und gesünder machen soll. Mit dieser Idee im Gepäck, also gesunde Snackautomaten in Österreich aufzustellen, ist sie dann nach Hause zurückgekehrt. Ines, Camilla und ich haben gemeinsam dann die Grundidee verfeinert, erweitert und schlussendlich umgesetzt.

Das heißt, ihr kanntet euch schon vorher?

Ja, wir sind mehr oder weniger ein „Familienbetrieb“, da Camilla und ich über ein paar Ecken verwandt sind. Ich habe dann auch Camila und Ines einander vorgestellt. Durch ihre gemeinsame Zeit beim Master-/Dissarbeit verfassen, konnte Camilla Ines von der Idee überzeugen und ins Boot holen. Ich bin eher als Diskussionspartner und Hilfe, wo ich nur konnte, dazu gewachsen und wollte das Projekt schlussendlich weiterverfolgen und auch nicht mehr aus der Hand geben.

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Ines Grangl & Camilla Sievers

Macht ihr noch etwas nebenbei?

Wir arbeiten alle 3 Vollzeit für und bei treats!

Was macht euch so besonders?

Unser smarter „Point of Snacks“ – ein moderner Automat, der dem Kunden über eine Smartphone-App beim gesunden Snackeinkauf hilft.

Durch Angabe von einem Ernährungsprofil (Intoleranzen, Geschmackspräferenzen, Diäten, …) und Bezahldaten wird ein Barcode generiert mit dem sich der Kunde am „Point of Snacks“ einloggen kann und der im wiederum sofort die zu ihm perfekt passenden Snacks präsentiert. Der Kunde kann sich vorab Produktinformationen auf dem Bildschirm durchlesen, sein Produkt auswählen, den Einkauf mit seinem 4-stelligen Pin abschließen und seinen Snack genießen. Dadurch sammeln wir Daten, anhand derer wir das gesunde Sortiment auf die Wünsche/Bedürfnisse unserer Kunden anpassen können. Dasselbe gilt für unsere Firmenkunden, die ebenfalls Ihre Mitarbeiter mit gesunden Snackwochen fördern können.

Unsere Produkte sind alle natürlich, weisen somit keine unnatürlichen Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker auf, sind ballaststoffreich und geben daher lange und gleichmäßig Energie ab.

Wie verdient ihr Geld mit euren Startup?

Einerseits verdienen wir durch eine Mietgebühr für den „Point of Snacks“, die je nach Leistungspaket variiert. Andererseits durch den Verkauf der Snacks über den „PoS“ bzw. unserer Snackboxen über den Webshop.

Wie schaut euer Finanzierungsplan langfristig aus?

Derzeit sind wir eines der drei Start-ups im StartupLeitner Axelerator (SLAX), der uns im Bereich Sales Strategie tatkräftig unterstützt und durch den wir die Möglichkeit haben am Ende des 3-monatigen Programms vor potentiellen Investoren zu pitchen.

Außerdem sind wir im Inits Inkubator und bekommen dort Unterstützung, sowohl monetär als auch nicht-monetär. Mit dieser Unterstützung und eigenen Investitionen haben wir unsere ersten Produkte entwickelt und sind seit knapp 2 Monaten auf dem Markt. Um das Produkt, die Software, etc. weiter zu entwickeln, weitere „PoS“ zu produzieren und insbesondere schneller zu wachsen, evaluieren wir derzeit, ob wir Investoren an Board holen, v.a. auch welche Art Investor bzw. ob Crowdfunding oder andere Kapitalgeber eine Option für uns wären.

Das klingt ja super! Das heißt man kann eurer Meinung nach schon auf professionelle Hilfe von Dritten setzen?

Wie gesagt, wir erhalten Unterstützung durch Inits und sind derzeit im SLAX Accelerator. In Bereichen in denen wir unsere Kompetenzen überschreiten suchen wir uns natürlich Rat und Tat bei Dritten.

Sind dir irgendwelche gröbere Probleme in Erinnerung geblieben, auf die ihr gestoßen seid?

Im Großen und Ganzen ist alles glatt gelaufen. Natürlich gab es immer wieder kleine Problemchen, die es zu meistern gab. Grundsätzlich gilt es aber an die eigene Idee zu glauben, gut zu reflektieren und zu analysieren, etwaige Lehren daraus zu ziehen und weiter zu machen. Da hindern dich auch ein paar wenige Stolpersteine nicht daran!

Du hast erwähnt ihr arbeitet alle Vollzeit und mehr bei treats. Wie schaut es da noch mit Freizeit und Privatleben aus?

Natürlich versuchen wir die Work-Life-Balance ausgeglichen zu halten, da wir wissen, wie sich vor allem Sport und gesunde Ernährung auf die Arbeitsleistung positiv auswirken. Leider gelingt uns das auch nicht immer. 😉 Insofern versuchen wir von vornherein alles gut zu planen, Dinge zu selektieren und priorisieren. Und ehrlich gesagt, man investiert ja sehr gerne Zeit und viel Energie in seine eigenen Träume.

Habt ihr denn schon konkrete Pläne wie sich treats. weiterentwickeln soll?

treats. soll wachsen und als eine Marke bekannt werden, die Leuten bei gesunder Ernährung hilft und Ihnen zeigt, was alles in Ihnen steckt. treats. soll einen gesunden, „coolen“ Lifestyle etablieren und nicht nur ein 0815 Händler/ Automat sein.

Unser Fokus liegt auf alle Fälle mal zunächst auf Österreich, wobei wir natürlich auch schon mit einem Auge auf den deutschen bzw. schweizer Markt schielen.

Und wir wollen natürlich auch von euch wissen, welche Tipps ihr einem neuen Startup mitgeben würdet?

Prioritäten setzen. Genau selektieren, welche Events sind wichtig und welche kann man auslassen. Klare Ziele und einen Fokus setzen und das, innerhalb des Teams auch zu kommunizieren und zu diskutieren. Und natürlich Fixkosten niedrig halten.

Und last, but not least lautet mein Tipp, dass gewisse Dinge einfach ausgelagert werden müssen. Andere können sie besser, erledigen sie schneller und man sich selber dadurch viel Zeit und Ärger ersparen.treats_logo_160715


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