Roomle hebt Einrichten auf ein neues Level

© Roomle

Mit der App von Roomle soll das Planen und Einrichten von Wohnungen, Büros und Geschäftsräumen nicht nur einfacher gehen, sondern durch den Einsatz von Augmented Reality auch die Vorstellungskraft ankurbeln.

Albert Ortig gründete 2014 das Startup, mit dem Ziel, die im rasanten Wandel befindliche Möbelindustrie mit einem außergewöhnlichen digitalen Service zu innovieren. Mit startablish spricht er über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Roomle, was für ihn ein Startup ausmacht und welchen Stellenwert Augmented Reality auch in Zukunft bei Roomle einnehmen wird. 

Welche Idee steht hinter Roomle?

Roomle innoviert den Möbelkauf Prozess und vereinfacht das Planen und Einrichten von Räumen. Ohne Training und Schulung kann jeder Pläne erstellen, Möbel auswählen, individuell konfigurieren und auf Knopfdruck kaufen. Das Ergebnis kann in überzeugenden 3D- und Augmented Reality-Darstellungen erlebt werden. Somit ist Roomle die erste cloudbasierte Plattform für den planungsbasierten und interaktiven Möbelkauf, mobil und im Web verfügbar. Ganz oben stehen Inspiration und Beratung und das ganz einfach aus der Hosentasche heraus.

Wie ist die Idee zu Roomle entstanden?

Die Möbelkäufer von heute erwarten sich spielerische Planungszugänge, trendige Einrichtungsservices und intelligente Visualisierungsmöglichkeiten. Sie wollen Möbel wie T-shirts kaufen: jederzeit, im Shop, mobil oder von zuhause aus. So ist auch die Idee zu Roomle genau aus dieser Intention heraus entstanden. So selbstverständlich wie man heute online Kleidung kauft, sollte der Kauf eines Sofas sein. Und hier setzen wir auch an, denn wir wollen die Möbelindustrie auf das gleiche Niveau bringen und mit den nötigen Visualisierungs- und Entscheidungshilfen ausstatten.

Wer sind konkret eure Kunden?

Jeder, der sich mit dem Thema Einrichten privat oder beruflich beschäftigt. Zu unseren Kunden zählen u.a. Designer, Architekten, Leute die Umziehen, ihre neuen oder alten vier Wände gestalten und sich ihre Ideen mit den Visualisierungsmöglichkeiten und Inspirationen von Roomle besser vorstellen wollen. Wir sind aber auch in Kontakt mit anderen Startups, die Roomle in ihr Business Modell integrieren wollen. Immobilien-Firmen, die ihre Pläne mit Roomle darstellen oder ihre Kunden virtuell durch die Wohnung spazieren lassen. Im Fokus stehen aber vor allem Unternehmen, die ihre (Möbel-) Kataloge mit Roomle konfigurierbar abbilden, in den Roomle Kanälen listen und sämtliche Funktionalitäten auf ihre eigenen Kanäle sowohl online als auch offline bringen möchten.

CEO Albert Ortig | © Roomle

Welchen USP bietet ihr euren Kunden im Gegensatz zu anderen Raumplanungs- Softwares?

Wir sehen uns nicht als Raumplaner, sondern als Plattform die voll konfigurierbare Möbel für jede Art der Interaktion zur Verfügung stellt. Das schließt den besten Raumplaner am Markt mit ein. Dazu gehört Augmented Reality und die Verfügbarkeit dieser Technologie für Drittplattformen. Unser Fokus liegt im Unterschied zu allen anderen, auf der hohen Skalierbarkeit unserer Produkte. Das heißt wir können 3D-Produkte und voll konfigurierbare Möbel mit ihrer gesamten Business Logik sehr schnell und in hoher Qualität im Katalog abbilden.

2014 gegründet, was waren bisher die größten Learnings am Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Und würdet ihr euch noch als Startup bezeichnen?

Ja, wir würden uns noch als solches bezeichnen. Das Startup-Leben ist vergleichbar mit einer Hochschaubahn: Mit den ständigen Auf und Abs umzugehen, gehört sicher zu den größten Herausforderungen und Learnings und offenbar zum normalen Startup-Leben dazu.

Was macht für euch ein Startup aus?

Für mich gibt es zwei zentrale Dinge die ein Startup von einem klassischen Unternehmen unterscheiden. Erstens: Die Skalierbarkeit des Business-Modells. Das heißt, dass man in einer überschaubaren Zeit das Potenzial hat überdurchschnittlich Umsätze zu generieren. Und zweitens, dass es in einem ersten Schritt nicht darauf ankommt positiv zu wirtschaften, sondern viel mehr darauf mit dem verfügbaren Kapital den Beweis für diese Skalierbarkeit anzutreten.

Welchen Einfluss haben Pitch-Wettbewerbe und Auszeichnungen auf euch und euer Alltagsgeschäft?

Pitches gehören zum Startup Leben dazu und bieten die optimale Bühne für unsere Ideen und Visionen. Hier lernen wir neue Kunden oder Investoren kennen und erweitern unsere Kontakte. Auszeichnungen sind mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen verbunden und motivieren zudem das gesamte Team.

© Roomle

Wie habt ihr euch in der Anfangsphase finanziert bzw. könnt ihr bereits kostendeckend wirtschaften?

Vor Firmenstart wurde sehr viel Basis-Investition aus eigener Kraft geleistet – insgesamt über eine Million Euro. Zu Beginn haben wir dann mit dem Venture Capital Fonds aws Gründerfonds und der Michael Grabner Media GmbH super Partner als Investoren gefunden. Mit den Einnahmen von Roomle selbst sind wir noch nicht kostendeckend  – aber wir arbeiten dran!

Erhaltet ihr professionelle Hilfe von Dritten?

Wir haben ein Netzwerk an Freunden und Professionals mit denen wir uns immer wieder sehr aktiv austauschen. Vor der Gründung waren wir intensiv mit einem Beratungsunternehmen aus unserem Geschäftsbereich in Kontakt und haben gemeinsam Überlegungen durchgearbeitet. Diese Art der professionellen Beratungsleistung nutzen wir auch heute noch on demand, besonders wenn es um Finanzierungsfragen geht.

Welchen Stellenwert schreibt ihr dem Thema Augmented Reality allgemein in Zukunft zu?

Für Roomle ist Augmented Reality in jeglicher Form der zentrale Zukunftstreiber. Wir beschäftigten uns mit AR für alle mobilen Devices und mit Mixed Reality-Brillen. Insbesondere die Thematik der Mixed Reality hat einen extrem hohen Stellenwert für uns und wird Roomle als Plattform einen maßgeblichen Schub verleihen. Wir sind die Plattform, die diese Technologien mit intelligenten Inhalten befeuern kann. Alle Entwicklungen sind darauf ausgerichtet, um letztendlich besser zu sein als alle anderen.

Wie sehen die Zukunftspläne für Roomle aus?

Wir haben sehr viele Themen in unserer Pipeline. Der Nutzer, den wir in allen Lebenslagen bestmöglich bedienen wollen, steht dabei immer im Mittelpunkt. Topics, die uns in Zukunft beschäftigen und bei allen Überlegungen eine zentrale Rolle spielen sind die Integration künstlicher Intelligenz sowie der Ausbau der Mixed Reality Funktionalitäten.

Welche Tipps würdest du neuen Startups mitgeben, die du gerne vorm Gründen bekommen hättest?

Jeder Gründer sollte auf sich selbst und die Idee vertrauen und dabei gleichzeitig offen für Neues bleiben. Generell bin ich der Auffassung, dass es sehr schwer ist Tipps zu geben, da Gründen für jeden anders ist. Letztendlich geht es aber nicht um Leben und Tod – und das sollte man sich immer vor Augen halten!

Hier geht es zum Profil von Roomle auf startablish!