mySOOFA KIDS schützt Kinder vor Gefahren im Internet

v.l.n.r. Gründerteam David Schön, Sabine Peklar, Günter Hermann |© mySOOFA

Um Eltern beim Schutz ihrer Kindern vor Gefahren im Internet zu unterstützen, entwickelt das Grazer Startup mySOOFA mit mySOOFA KIDS eine App, die nicht nur einen umfangreichen Schutz des Smartphones ermöglicht, sondern auch gleichzeitig Kindern eine gewisse Medienkompetenz im Umgang mit Apps und sozialen Netzwerken näher bringt.

mySOOFA KIDS baut auf der bereits seit 2016 bestehenden App mySOOFA auf, die es Nutzern ermöglicht – dem Trend des Digital Detox folgend – ihre Verbindungen zu Social Networks per Knopfdruck zu kappen.

Im Interview mit startablish spricht Co-Founderin Sabine Peklar über die häufigsten Gefahren im Internet, Lösungen für Schulbetriebe sowie die weiteren Zukunftspläne von mySOOFA Kids.

Was ist mySOOFA KIDS?

mySOOFA KIDS ist eine App, die alle auf dem Smartphone installierten Anwendungen bzw. Apps erkennt und diese per ‚Knopfdruck’ für eine beliebige Dauer sperren kann. Gleichzeitig kann ich als Elternteil gemeinsam mit meinem Kind festlegen, welche Apps und Programme auf dem Smartphone meines Kindes installiert und genutzt werden können.

Woher kam die Idee zur Erweiterung eurer ursprünglichen App mySOOFA?

Aufgrund der Sperrmöglichkeit von sozialen Netzwerken in unserer ursprünglichen App mySOOFA und der leider immer häufigeren Berichterstattungen über Kriminalität bei Kindern im Internet haben wir uns folgende Frage gestellt: Wie können wir Kindern, die den realen Gefahren aus dem Netz mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert sind, vor diesen bewahren? Und welches Instrument können wir ihnen und ihren Eltern in die Hand geben, das ihnen dabei hilft? So haben wir mySOOFA KIDS entwickelt, die einen sicheren Schutz für Kinder während der Abwesenheit ihrer Eltern bietet.

Wie unterscheidet sich mySOOFA KIDS von anderen Tools die Internetseiten sperren?

Ein wesentlicher Unterschied ist, dass mySOOFA KIDS ausschließlich von den Eltern mit Passwort oder Pin deinstalliert werden kann und diese Sperre unumgänglich ist. Zudem bleiben sämtliche Nachrichten während der Sperre im Hintergrund erhalten und können sofort nach Deaktivierung wieder abgerufen werden. Die automatische, individuelle Apperkennung, auch bei neu installierten Apps, ist ebenso wichtig, wie die Tatsache, dass mySOOFA KIDS völlig autonom agiert, das heißt es ist keine Internetverbindung notwendig, was für den Schutz persönlicher Daten ein wichtiges Thema ist. Letztendlich sei noch erwähnt, dass Eltern ihre Kinder und umgekehrt natürlich trotzdem immer telefonisch oder per SMS erreichen können.

Für welche Altersgruppe ist mySOOFA KIDS geeignet?

Wir möchten Eltern mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren ansprechen. In dieser Altersgruppe sind Kinder mitunter mit dem Internet überfordert. Es ist doch so: Kinder können meist nicht einschätzen, ob das, was sie konsumieren, gefährlich für sie ist oder nicht.

Aus eurer Erfahrung heraus, was sind die häufigsten Gefahren, die das Internet für Kinder und Jugendliche, birgt?

Die häufigsten Gefahren sind Cybermobbing gefolgt von sexuellen Belästigungen und danach gleich der Schutz persönlicher Daten. Jedes 5. Kind war schon einmal Opfer von Cybermobbing. Man spricht von einer Dunkelziffer von 1,4 Mio Kindern und Jugendlichen allein im deutschsprachigen Raum. Eine besonders schlimme Gefahr, von der nicht nur Mädchen sondern auch Buben bedroht sind, ist das “Grooming”. Dabei handelt es sich um die Kontaktaufnahme pädophiler krimineller Erwachsenen zu kindlichen Opfern zwecks Anbahnung eines sexuellen Missbrauchs. Im Bereich Datenschutz ist es die unvorsichtige Herausgabe persönlicher Daten wie Telefonnummer, Name, Anschrift, aber auch Bilder in Chats oder sozialen Netzwerken. In günstigen Fällen folgt eine Flut an Spam-Mails oder Werbeangeboten, im schlimmsten Fall lockt es kriminelle Zeitgenossen an.

Ihr bietet auch Lösungen für ganze Schulen an. Wie sieht das konkret aus?

Mit Schule 4.0 ist eine IT-Infrastruktur Erweiterung an Schulen geplant, das heißt Digitalisierung ist auch hier ein sehr wichtiges Thema. Mit mySOOFA KIDS bieten wir für Tablets eine zeitgesteuerte Lösung mit Timer an. Somit besteht die Möglichkeit mit einem Remotekontrollsystem die Funktionen der Apps zu steuern. Mit Aufkommen der sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Chats wie Whatsapp nimmt, wie gesagt, die Entwicklung von medialen Missbrauch zu. Hier sehen wir mySOOFA KIDS als zusätzliche Prävention durch eine geregelte übersichtliche Sperre von Anwendungen und Apps, die gerade nicht explizit im Unterricht verwendet werden sollen.

Wie finanziert ihr euch bisher und könnt ihr schon kostendeckend wirtschaften?

Wir sind zur Gänze eigenfinanziert, worauf wir von Anfang an großen Wert gelegt haben. Unser Start ist noch nicht lange her, daher haben wir noch einen überschaubaren Weg bis zur Kostendeckung.

Wie sehen die Zukunftspläne für mySOOFA KIDS aus?

Natürlich sind für mySOOFA KIDS weitere Spezialisierungen geplant, die wir jetzt noch nicht preisgeben möchten. Spezialisierungen, die den Schutz der Kinder im Bereich persönlicher Daten noch weiter verstärken, wobei uns vorallem das Thema Datenschutz ein großes Anliegen ist. Wir sehen auch international ein großes Potential für die App und sind schon mit namhaften Mediengrößen im Gespräch.

Welche Tipps würdest du neuen Startups mitgeben?

Aus eigener Erfahrungen heraus: Bringe das Vertrauen in deine Idee mit und die Risikobereitschaft, die manchmal damit verbunden ist sowie ein hohes Maß an Resilienz – sollte mal etwas nicht so laufen – wieder aufstehen, Krone richten und weitergehen…..das Ziel nie aus den Augen verlieren.

Hier geht es zum Profil von mySOOFA auf startablish!

Redaktion

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