myAlfred erfindet effizientes Zeitmanagement neu

© myAlfred

Die Gründer des oberösterreichische Startup myAlfred beschreiben ihr Produkt selber als “artificially intelligent butler“, was auch im Prinzip ziemlich genau beschreibt, was myAlfred ist. Denn wer wünscht sich nicht manchmal einen Butler oder zumindest einen Assistenten, der die Koordination von privaten, wie auch geschäftlichen Terminen übernimmt und gleichzeitig aber auch mitdenkt und effizientes Zeitmanagement betreibt?

Philipp Baldauf, Co-Founder und CEO mit startablish im Interview über Anfangshürden, Zielgruppen und Zukunftspläne:

Was genau ist myAlfred?

myAlfred ist eine kostenlose App, die dir hilft Zeit für die schönen und wirklich wichtigen Dinge im Leben zu finden. Wenn du dich endlich wieder einmal mit deinen Freunden auf einen Drink treffen möchtest findet myAlfred das perfekte Datum dafür.

Wie ist die Idee zu myAlfred entstanden?

Die Idee hinter myAlfred ist über die Jahre stark gewachsen. Angefangen hat alles mit einem sehr technischen Projekt auf der Fachhochschule Hagenberg. Wir haben bereits in unserer Studienzeit sehr viel Zeit in myAlfred investiert. Das war nicht immer einfach, aber unsere Fachhochschule hat uns hier wahnsinnig gut unterstützt.

Wie hat sich euer Team zusammengefunden?

Fünf Jahre gemeinsames Studium Mobile Computing an der FH Hagenberg und mehrere Projekte, haben uns zu einem eingeschworenen Team werden lassen. Und Philipp und Phil kennen sich schon seit der Unterstufe, also seit mittlerweile 17 Jahren.

Gab es beim Gründen in der Anfangsphase Probleme?

Beim Gründen an sich gab es eigentlich keine Probleme. Die Kosten und der bürokratische Aufwand sind für ein Startup jedoch leider etwas hoch. Das Geld könnte man gerade in der Anfangsphase anderwärtig besser verwenden.

Stichwort Geld – wie habt ihr euch finanziert?

Während unseres Masterstudiums wussten wir bereits, dass wir danach ein Startup gründen werden. Daher haben wir die Zeit genutzt und diverse Projekte für eine Agency in London, wo Philipp und Gregor ihr Berufspraktikum absolvierten, entwickelt. Das heißt im Moment sind wir gänzlich selbst finanziert. Zum Glück geht die Startupszene in Österreich in die richtige Richtung und es gibt teilweise schon gute Fördermöglichkeiten.

Wie sieht es mit dem Business Model aus, musstet ihr im Laufe der Zeit etwas anpassen?

Wie gesagt war myAlfred zu Beginn ein sehr technisches Projekt, ohne wirklich ein Business Model dahinter zu haben. Erst im Laufe der Zeit, als das Projekt konkreter wurde, haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir myAlfred monetarisieren können. Wenn dein Produkt einen Mehrwert für die Nutzer schafft, dann hat man eigentlich kein großes Problem daraus auch Wert zu schöpfen.

© myAlfred

Wie schafft es Alfred nun meine Termine zu managen? Welche Intelligenz steckt dahinter?

Das ist eine sehr technische Frage. Versuchen wir es einmal so zu erklären. Die künstliche Intelligenz von myAlfred ist sehr flexibel und erweiterbar. Es lässt sowohl domänspezifisches Wissen als auch Expertenwissen einfließen. Wenn man beispielsweise mehrmals pro Woche laufen gehen möchte, dann wird myAlfred hier das Wetter mit einbeziehen und einen Termin ansetzen, bei dem du nicht im Regen laufen musst. Hinter myAlfred verbirgt sich ein System, das auf viele verschiedene Use cases angewandt werden kann. Im Großen und Ganzen setzen wir auf Technologien, wie ein regelbasiertes System (sprich künstliche Intelligenz), Machine Learning und Big Data.

Gibt es eine spezielle Zielgruppe, der ihr myAlfred besonders ans Herz legen würdet?

In erster Linie ist myAlfred für Personen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, wie zum Beispiel Ärzte, Piloten oder Selbständige, gerichtet, für die Time Management sehr wichtig ist im Alltag. Wenn sie myAlfred dann nutzen, um sich mit Familie und Freunden zu treffen, kann sich die App mitunter schnell unter anderen Gruppen verbreiten.

Wie schafft es myAlfred mein Zeitmanagement längerfristig zu verbessern?

Eine der größten Stärken von myAlfred ist es, sich wiederholende Termine zu koordinieren. Jeder von uns kennt das Problem, wenn man um einen Termin beim Friseur oder Arzt ansuchen muss. Als dein persönlicher Butler macht dir Alfred beispielsweise automatisch einen Termin bei deinem Lieblingsfriseur einmal pro Monat aus. Es funktionieren aber auch unregelmäßigere Termine, wie zum Beispiel persönliche Fitnesspläne oder die Überprüfungsplakette bei einem neuen Auto. Diese ist ja bekanntlich zuerst nach drei Jahren, dann nach zwei Jahren und danach jährlich zu erneuern. All diese Termine können einfach und bequem geplant werden.

Wie sehen die Zukunftspläne von myAlfred aus?

Unsere Vision ist es, den Leuten zu helfen, Zeit zu schaffen und ihre Work-Life Balance im Gleichgewicht zu halten. Der erste Schritt diese Vision zu verwirklichen ist natürlich die Veröffentlichung unserer App, die ab 14. März kostenlos im AppStore erhältlich sein wird.

Außerdem haben wir bereits Pläne für die nächsten drei bis vier Jahre, was die Entwicklung der App und der Firma anbelangt. Gleichzeitig wollen wir auch neueste Technologien, wie Amazon Echo oder Chatbots, rasch unterstützen. Kurz gesagt – wir sind gekommen um zu bleiben.

Was würdet ihr im Nachhinein anders machen? Welche Tipps würdet ihr neuen Startups mitgeben, die sie beachten sollten?

Wir wollen uns noch nicht anmaßen bereits Tipps an andere Startups verteilen zu können, wir sind selbst ja noch sehr jung. Dass wir bereits im Studium viel Zeit für myAlfred verwendet haben, hat aber sicher nicht geschadet. Außerdem sind wir in der “Neuen Werft” angesiedelt, wo sich mehrere Startups, Büros im selben Komplex angemietet haben. Gerade in der Anfangsphase ist ein ständiger Austausch mit anderen Gründern extrem hilfreich. Solche Initiativen sind großartig, wir haben ein top modernes Büro und können uns perfekt auf unsere Arbeit konzentrieren.

Hier geht es zum Profil von myAlfred!

Anna Ge

Anna Ge

PR und Marketing bei startablish
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