Mit HADI App Zeit und Nerven sparen- Interview mit Gründer Levi Akgün

© HADI App | Gründer Levi Akgün

Die mühsame Suche nach passenden Handwerkern und Dienstleister für das eigene Projekt hat nun ein Ende. Mit HADI App können User Anfragen ohne Aufwand branchenübergreifend und gleichzeitig an alle Unternehmen ihrer Wahl versenden und sparen sich so Zeit und Nerven.

Gründer Levi Akgün erzählt im Interview mit startablish, wie wertvoll auch negative Erfahrungen sein können und wie wichtig das passende Team ist.

Welches Konzept steht hinter der HADI-App?

HADI App ist eine neue, schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, Privatnutzer per Smartphone und Website mit Handwerkern und Dienstleistern aus ganz Österreich zu verbinden. Das anstrengende, zeitaufwendige Suchen nach Handwerkern und Dienstleistern soll somit ein Ende haben. Man erstellt einfach eine Beschreibung seines Projektes mit Fotos, Preisrahmen, Auftragszeitraum und persönlichen Daten und kann seine Anfrage im Anschluss sofort an alle Firmen seiner Wahl gleichzeitig versenden – selbst wenn sie aus unterschiedlichen Branchen stammen, was vor allem bei größeren Projekten von Vorteil ist. Die ausgewählten Handwerker und Dienstleister wiederum können sich sofort ein Bild von dem Projekt machen und mit einem unverbindlichen Angebot Kontakt herstellen. Handwerker und Dienstleister profitieren außerdem von einem riesigen Netzwerk und einer Einkaufsgenossenschaft, über die sie alle notwendigen Materialien zu günstigen Konditionen erwerben können.

Sehr spannendes Konzept, wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee wurde vor etwa zwei Jahren geboren, als ich privat auf der Suche nach einem Handwerker war. Es war mühselig und ich war einfach nur genervt von der Suche nach einem passenden Unternehmen. Etwa zeitgleich wirkte ich an einem App-Projekt für den Handel mit, bei dem Unternehmen Angebote und Aktionen selbst einstellen und verwalten können. Leider funktionierte dieses Projekt nicht zufriedenstellend. Daher kombinierten wir die Ideen und die HADI App war geboren: Eine Plattform, die das Suchen erleichtert, aber auch für Handwerker und Dienstleister viele Vorteile bietet, ohne dass sie extrem viel Zeit und Geld investieren müssen.

© HADI App
© HADI App

Wie habt ihr euch bisher finanziert?

Anfangs wurde die HADI App GmbH von uns selbst finanziert, wobei das meiste dabei aus meiner Werbeagentur MT Media Haus kam. Unterstützt wurden wir aber auch von Familie und Freunden, die in die App investierten. Danach folgte die Idee des Crowdinvestings: Im Juni 2016 starteten wir gemeinsam mit CONDA Crowdinvesting eine große Kampagne, die es privaten und gewerblichen Kunden erlaubte, mit ihrem Investment in unsere App einzusteigen. Heute haben wir auch Business Angels mit an Bord.

Ihr seid jetzt schon über ein Jahr am Markt, wenn du so zurückblickst, gab es Probleme beim Gründen?

Die gab es allerdings: Das Wichtigste, das wir dabei gelernt haben, ist auf jeden Fall, dass man sich immer zwei Mal überlegen sollte, an wen man welche Aufgaben outsourct. Wir haben zu Beginn den Fehler gemacht und auf einen Programmierer vertraut, mit dem die Zusammenarbeit am Ende leider nicht geklappt hat. Dadurch haben wir rund ein Jahr Entwicklungszeit verloren. Erst nachdem wir einen neuen Programmierer gefunden hatten, konnten wir richtig durchstarten. Es geht also nichts über ein eingespieltes Team, das im Lauf des Projektes miteinander wächst.

Musstest du auch das Business Model im Laufe der Zeit anpassen?

Auch das Business Model hat sich in der Tat verändert: Neu hinzukam, dass Privatkunden nun auch mittels Video ihre Anfrage über die App an Handwerker und Dienstleister versenden und so noch schneller agieren können. Außerdem wurde das Business Model um eine Einkaufsgenossenschaft erweitert: Zukünftig gibt es einen Online Shop, indem Firmen zum Herstellerpreis namhafte Produkte von Weltmarken erwerben können.

© HADI App
© HADI App

Wie unterscheidet sich HADI App von anderen Handwerker-Plattformen?

Unsere App unterscheidet sich in drei Punkten: Zu allererst können Privatkunden gleichzeitig sowohl über die App, als auch die Webseite branchenübergreifend Anfragen an mehrere Unternehmen versenden. Vor allem bei größeren Projekten wie bei einem Hausbau spart dies Zeit. Zweitens ermöglicht die Videofunktion, präzise Informationen an potentielle Auftragnehmer zu schicken. So können sich Handwerker und Dienstleister noch schneller und genauer ein Bild über den Auftrag machen. Drittens ist die Kombination aus Vermittlungsplattform und Online-Shop für Handwerker und Dienstleister im deutschsprachigen Raum einzigartig. Möglich machen dies Exklusiv-Verträge zwischen der HADI App und zahlreichen namhaften Partnern, Lieferanten und Einkaufsgenossenschaften, sowohl in Österreich als auch in Deutschland.

Nach welchen Kriterien wählst du die Handwerker und Dienstleister auf der Plattform aus?

Alle Firmen, die in der HADI App vertreten sind, müssen ihre ATU-Nummer vorweisen. Das bedeutet für Privatnutzer, dass sie nur echten, österreichischen Unternehmen ihre Anfragen schicken. Anders als bei den Mitbewerbern behalten sie diese auch jederzeit im Auge und können selbst steuern, wer einen Auftrag erhält und wer nicht. Wenn ein Handwerker oder Dienstleister Teil unseres Netzwerkes werden möchte und es seine Kategorie noch nicht gibt, wird diese Kategorie von uns überprüft und anschließend neu hinzugefügt.

Wie stellst du die Qualität der Handwerker und Dienstleister auf der Plattform sicher?

Die Firmen müssen, wie bereits erwähnt, eine ATU-Nummer vorweisen, damit der Privatnutzer sicher sein kann, dass es sich bei den Firmen um echte Unternehmen handelt. Außerdem gibt es in der App ein Bewertungssystem, in dem Privatkunden nach den am besten bewerteten Unternehmen suchen können. Um langfristig Qualität gewährleisten zu können, wird der Kunde nach Fertigstellung eines Auftrags gefragt, ob er mit der Qualität des Handwerkers oder Dienstleisters zufrieden war. Fallen die Bewertungen für einen Handwerker oder Dienstleister zunehmend schlecht aus, überprüfen wir, ob sich eine weitere Zusammenarbeit mit diesem lohnt. Im schlechtesten Fall müssen wir die Kooperation mit diesem beenden.

Wie sehen deine konkrete Zukunftspläne für HADI App aus?

Unser großes Ziel ist es, die Nummer 1 Vermittlungsplattform im deutschsprachigen Raum zu werden! Daher haben wir uns für 2017 einiges vorgenommen: Wir werden Kampagnen im Fernsehen schalten und sind stolzer, offizieller Facebook Presenter des SK Sturm Graz. In diesem Zusammenhang wird es auch einige Gewinnspiele geben. Außerdem haben wir Kooperationsverträge mit großen Unternehmen wie der Energie Steiermark an Land gezogen, die in Zukunft die HADI App an ihre Kunden mitanbieten wird. Hinsichtlich unseres Online Shops wollen wir noch mehr neue Lieferanten gewinnen und den Shop weiter pushen.

Was würdest du im Nachhinein anders machen und hast du einen Tipp für andere Gründer?

Im Großen und Ganzen würde ich es genauso nochmal machen. Ich bin froh, alle Höhen und Tiefen erlebt zu haben. Auch auf die negativen Erfahrungen möchte ich nicht verzichten, da ich wirklich viel daraus lernen konnte. Anderen Startups kann ich mit auf den Weg geben, das richtige Team um sich zu scharen und die richtigen Partner zu finden. Am wichtigsten ist jedoch, immer an seine Ideen zu glauben!

Du willst mehr über die HADI- App erfahren, hier geht es zu ihrem Profil auf startablish!