Investieren in die Träume anderer

(c) Beerjet GmbH

Die Kunst der Investor Relations

Ob bei 2 Minuten, 2 Millionen, bei Crowdinvesting-Kampagnen oder bei Pitch-Wettbewerben, Ziel der meisten Startups ist es Investoren für ihre Ideen zu gewinnen, Geldgeber davon zu überzeugen in die Umsetzung dieser Idee zu investieren und Menschen dazu zu bringen ein Teil des großen Ganzen zu werden.

Und wie man bei der diesjährigen Staffel von 2 Minuten, 2 Millionen sieht, handelt es sich oft um sehr hohe Summen, die in die Träume von völlig Fremden fließen.

Dabei ist es im Prinzip jedoch egal, ob man kleine Beträge beisteuert, wie es bei vielen Crowdinvesting-Kampagnen der Fall ist, oder ob man als einzelner Investor eine knappe halbe Millionen investiert. Denn all diese Menschen haben eines gemeinsam und zwar sie geben einem Startup Geld, weil sie von ihrer Idee begeistert wurden.

Das ist natürlich wunderbar und auch sehr wichtig, denn unsere Gesellschaft lebt und entwickelt sich durch Innovationen und Menschen, die den Mut haben den Sprung ins Ungewisse zu wagen. Aber auch Investoren gehen oftmals ein Wagnis ein, denn wer kann schon garantieren, dass sich das Konzept durchsetzt, das kein Konkurrent schneller oder besser ist oder das Produkt schlichtweg am Markt versagt.

Daher hat man als Startup die Aufgabe, wenn nicht sogar die Pflicht die Beziehung zu Investoren zu pflegen. Investor Relations oder auch Shareholder Management, zwei Begriffe der Finanzkommunikation, sind mit ihrer herkömmlichen Definition für den Startup Bereich direkt wahrscheinlich zu groß gefasst, aber das Grundprinzip ist dasselbe. Es geht darum Investoren laufend mit Informationen zu versorgen, sie bei der Entwicklung des Unternehmens teilhaben zu lassen bzw. ihr Know-how und Netzwerk einzusetzen und so (finanzielle) Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Gleichzeitig gibt man mittels eines konstanten Kommunikationsflusses den Investoren das Gefühl, dass aus ihrem Geld etwas gemacht wird, dass sich der Einsatz ausgezahlt hat. Und das gilt für gute, wie auch schlechte Nachrichten. Kein Investor erfährt gerne über eine externe Quelle, dass es Probleme am eigenen Projekt gibt!

Der Umgang mit Investoren erfordert sowohl fachliche Kompetenz als auch Feingefühl und ist für jedes professionell arbeitende Startup ein Muss!

Das Startup Beerjet lädt ein

Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit Investoren umgeht, lieferte diese Woche Freitag das österreichische Startup Beerjet. Bereits fünf Stunden nach dem Start der Crowdinvesting-Kampagne im November 2015 hat Beerjet seine Fundingschwelle erreicht und hat bisher über 516 Investoren von seiner Idee überzeugen können. Die Kampagne selbst läuft noch bis 23. März 2016, mit über einer halben Million Euro ist Beerjet jedoch bereits heute eine der erfolgreichsten Kampagnen der Crowdinvesting-Plattform CONDA.  Um ihre Investoren über die Fortschritte des Unternehmens und der Kampagne zu informieren und was weitaus wichtiger war, sich für ihre Unterstützung zu bedanken, hat Beerjet zu einem exklusiven Event in die Ottakringer Brauerei eingeladen. Gerade für eine Crowdinvesting-Kampagne eine wunderbare Gelegenheit Investoren ein Gesicht zu geben und durch das persönliche Gespräch die Beziehung zwischen Investor und Unternehmen zu festigen.