Interview mit Michael Steinberg von Slideflight

QUELLE: FACEBOOK (C) SLIDEFLIGHT 

Präsentationen begegnen uns im Studium, im Job, auf Konferenzen bis hin zum Pitch vor Investoren. Marktführender Software- Anbieter ist dabei immer noch PowerPoint von Microsoft, auch wenn es bereits sehr viele attraktive Alternativen gibt. Eines aber haben sie alle gemeinsam, man muss physisch präsent sein um die Folien mitverfolgen zu können. Denn bisher konnte man, wenn überhaupt, zumeist nur den Vortrag, nicht aber die Präsentation selbst über einen Stream mitverfolgen.

Mit Slideflight gibt es nun die Möglichkeit diesen Umstand zu ändern, denn mit ihrem Add-In möchten sie das Sharen von Präsentationen revolutionieren. 

Michael Steinberg von Slideflight im Gespräch mit startablish.at:

Kannst du uns kurz erklären, worum es sich bei Slideflight handelt?

Slideflight ist ein PowerPoint-Add-In, dass Referenten ermöglicht, Präsentationen ganz einfach und in Echtzeit auf den mobilen Endgeräten ihrer Zuhörer zu teilen. Beamium wäre übrigens eine weitere Lösung aus unserem Haus, das sich auf die Live- Präsentation von PDFs von Browser zu Browser spezialisiert hat.

Wo liegt der USP dieser beiden Programme?

Wie bereits gesagt, ermöglichen Slideflight und Beamium eine vereinfachte Form des live Präsentierens auf Endgeräten. Durch die schnelle und effektive  Übermittlung von Dokumenten, tragen wir hier zur ortsunabhängigen Verbreitung von  Information in Echtzeit bei. Außerdem bieten beide die Option eines digitalen Handouts, indem die Präsentation als PDF exportiert und für später gespeichert wird. Das ist nicht nur praktisch, sondern trägt auch zur umweltfreundlichen Entwicklung der Green IT bei.

Was kostet mich die Benützung von Slideflight?

Slideflight ist kostenlos für private Users. Bezahlte Versionen gibt es sowohl für Geschäftspersonen, als auch für Veranstalter. Was Beamium betrifft, bleibt es vorerst kostenlos für alle User.

Bleiben wir bei Slideflight, wie kam es zu dieser Idee?

Slideflight ist eine Ausgründung der Venture-Capital-Gesellschaft Senovo. Dem Team von Senovo fiel bei mehreren Präsentationen auf, dass Zuhörer oft Fotos von Folien machen und die Präsentationen nach dem Event nur selten geteilt wurden, da es für Veranstalter sowie Vortragende zu aufwendig war. Wir wollten dieses Problem lösen!

Was können wir in eurem Fall unter einer Ausgründung verstehen?

Nachdem Slideflight wirklich erfolgreich am Markt getestet wurde und das Feedback unsere Erwartungen übertraf, wurde das Projekt in die eigenständige Slideflight GmbH ausgegründet und wird seitdem von unserem Gründungsteam um Georg Kremer und Philip Franta weiterentwickelt. Mittlerweile besteht das Team bereits aus sieben fleißigen Mitarbeitern, die helfen die Welt der Präsentationen zu revolutionieren. Und Slideflight sucht stets nach neuen Talenten um weiterzuwachsen!

Das klingt nach einem erfolgreichen Start, hattet ihr überhaupt keine Probleme?

Sicher, wie beim jeden Start-up gab es Schwierigkeiten, vor allem in der Anfangsphase bei der Marktdurchdringung, der Kundenakquise, der Bildung eines soliden Teams und dem Aufbau einer renommierten Brands. Aber wir haben das gut gemeistert und hatten das Glück, dass es eine Frage von wenigen Wochen war, bevor Slideflight mit der Teilnahme an wichtigen Kongressen rund um Deutschland starten konnte und dass wir bereits Verhandlungen für diverse Business-Partnerschaften führen.

Wie schaut es bei euch mit der Finanzierung aus, woher nehmt ihr die Mittel?

Die eben erwähnten Entwicklungen und weiteres vielversprechendes Feedback haben zu einer siebenstelligen Investition von Senovo geführt, was einfach super ist und was sicher zur beschleunigten Entwicklung von Slideflight beigetragen hat. Eine zweite Finanzierungsrunde ist jetzt für den Sommer 2016 geplant.

Ihr arbeitet sehr eng mit Senovo zusammen, bekommt ihr sonst noch professionelle Unterstützung?

Senovo hat uns durch Finanzierungen und enge Beratung unterstützt. Videri Concept und Zühlke Engineering unterstützen uns mit den technischen Konzepten und Ommax mit Marketing Kampagnen.

Wie sieht es arbeitstechnisch bei euch aus, gibt es sowas wie eine ausgewogene Work-Life-Balance?

Ich denke, wenn man für Slideflight arbeitet, macht man es aus Leidenschaft und Spaß am Projekt. Deswegen kann man hier nicht wirklich von einer strengen Abgrenzungen zwischen Work and Life sprechen. Wir versuchen die Arbeit so angenehm wie möglich zu gestalten durch flexible Arbeitszeiten, eine sehr freundliche Atmosphäre und einem engen Teamzusammenhalt. Natürlich muss man wie bei jedem Startup viel zusätzliche Zeit investieren, aber Familie und Freunden werden natürlich nicht vernachlässigt.

Wo soll es mit Slideflight hingehen? Verratest du uns noch eure nächsten Schritte?

Unsere Vision ist den Prozess der Verbreitung von Information und Bildung zu einem ortsunabhängigen und unkomplizierten Verfahren zu machen. Im Gegensatz zu anderen Tools, konzentrieren wir uns mit Slideflight und Beamium auf die Live-Sharing-Aspekte von Präsentationen.

Gemeinsam mit unserem Team und unseren Kunden- und Partnernetzwerk, wollen wir in den nächsten Jahren einen einprägsamen und einfachen Informationsaustausch bei mehreren Unternehmen, Events und Universitäten weltweit ermöglichen.

Wir wünschen euch alles Gute und sind gespannt auf das nächste News-Update! Letzte Frage, wie lauten eure Tipps für zukünftige Gründer?

Eine Startup zu gründen und zu entwickeln ist natürlich kein einfacher Prozess. Geduld, Vision, Energie, Leidenschaft und Beharrlichkeit, das sind die Elemente des Alltages. Das Wichtigste ist einfach an sein Projekt zu glauben und dafür zu kämpfen, der Rest wird von alleine kommen.

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(c) Slideflight