Interview mit Goalify

Gründerteam Goalify (c) Goalify | Quelle: Facebook 

To Do- lists, Post-Its, Kalendereinträge, was meine Alltagsplanung bzw. auch meine Aufgabenliste betrifft, bin ich eher so der Retrotyp, der gerne alles schriftlich auf Papier hat. In die Betreuung von Apps, die mich bei der Zielerreichung mehr oder wenig halbherzig unterstützen, investiere ich meist mehr Zeit als mit meiner eigentlichen Aufgabe. Goalify ist sich dieses Problem bewusst und versucht mit einer smarten Coaching- App die User nicht nur zu unterstützen, sondern die Community auch aktiv miteinzubinden.

Goalify- Founder Michael Winterheller spricht mit startablish.at im Interview über die Lebensdauer von Ideen und warum das Setzen von Meilensteine oft wichtiger ist als die Umsetzung selbst.

Goalify, vom Namen her könnte man ja erahnen um welchen Bereich es sich bei euch handelt, aber worum geht es bei eurem Produkt genau?

Goalify ist eine Produktivitäts-App, mit der du deine Ziele und Vorhaben rasch, einfach und effektiv verfolgen und erreichen kannst.

Egal ob du die Fortschritte deines Trainings festhalten oder  konkrete Aufgaben erledigen möchtest,  Goalify unterstützt dich dabei das zu erreichen was du dir vornimmst!

Wie kam es zu dieser App?

Die Idee ist eine Folge von Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen. Immer wieder erlebt man selbst wie eine tolle Idee an der anschließenden Umsetzung scheitert. Nach einem anfänglichen Hype folgt der normale Alltag und dann wird es meist schwierig an der Idee dranzubleiben und weiterzuarbeiten. Auch wenn die Motivation hoch ist, ist es dann gar nicht so einfach den Überblick über seine Aktivitäten zu behalten.

Nach einem Besuch auf der IMD Business School war ein wesentlicher Diskussionspunkt die Umsetzungsquote nach einem erfolgreichen Kursabschluss. Wesentliches Learning war damals, dass die Umsetzungsquote höher wäre, wenn man seinen Fortschritt festhält und aktiv an jemanden berichtet. Aus dieser Erkenntnis heraus entstand die Idee eine App zu entwickeln, die für den persönlichen Erfolg, einen wesentlichen Unterschied machen konnte und Goalify war geboren.

Apps, die mir meinen Leistungsfortschritt anzeigen, gibt es viele, warum sollte ich mich für Goalify entscheiden?

Weil Goalify weit über eine einfache Tracking-App hinausgeht. Uns ist es uns wichtig unsere Benutzer aktiv zu unterstützen! Dafür haben wir neben unseren flexiblen Zieltypen, die es dir erlauben deine Ziele deinem Alltag flexibel anzupassen, ein automatisiertes Coaching System entwickelt: Unsere automatisierten Goalify Coaches motivieren und erinnern dich mit individuellen Push-Nachrichten, an deinen Zielen und Vorhaben dranzubleiben.

Außerdem hast du die Möglichkeit deine Ziele mit deinen Freunden zu teilen um euch so gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren.

Wir verfolgen die Philosophie, dass kleine Zwischenziele, also die Unterteilung deines Vorhabens und deiner Ziele in machbare Schritte, dir helfen den Überblick und die Motivation zu behalten und dich letztlich sicher ans Ziel bringen.

Goalify_Analyse_De
(c) Goalify

Wie hat sich Goalify anfangs finanziert?

Der größte Teil der Entwicklungs- und Wachstumsphase wird bzw. wurde durch private Mittel finanziert. Zusätzlich konnten wir durch die hohe Komplexität unserer Serveranwendung auch eine Förderung der FFG lukrieren.

Und wie sieht euer Finanzierungsmodell langfristig aus?

Goalify ist ein Freemium-Produkt, das heißt, du kannst Goalify umfangreich nutzen, für bestimmte Features und eine größere Anzahl an Zielen und Gruppen, solltest du jedoch ein Abo abschließen. Zusätzlich bieten wir für Trainer, Lehrer und Coaches eine professionelle Erweiterung – die Coaching

Edition – an. Damit wird Goalify zu einer professionellen Unterstützung von Coaches und Klienten und bietet ein komplettes Ökosystem für alle Coaching-Aktivitäten.

Wo habt ihr die größten Probleme bei der Umsetzung eurer Idee gesehen?

Tatsächlich sind wir auf eine Vielzahl von Herausforderungen gestoßen.

Am Wichtigsten für eine Unternehmung sind die Menschen, die dahinter stehen. Wer passt ins Team, wie kann man die notwendigen Kompetenzen aufteilen, welche Aufgaben werden wie und wann in Angriff genommen. Neben der Finanzierung war das auf jeden Fall die größte Herausforderung!

Da du das Team gerade angesprochen hast, wie ist es denn nun letztlich das Kernteam zusammengekommen?

Ich kenne Karl, unseren Entwickler der ersten Stunde, bereits von einem gemeinsamen früheren Arbeitgeber. Nachdem wir beide gerade an einem Punkt in unserem Leben standen an dem wir neuen Herausforderungen nachgehen wollten, konnte ich Karl für unsere Idee gewinnen.

Thomas hat sich ursprünglich als QA-Mitarbeiter über eine Job-Annonce beworben, nachdem jedoch eine Stelle in der Front-End-Entwicklung frei wurde, übernahm er kurzfristig die Aufgabe und leitet mittlerweile die gesamte Entwicklung.

Und Clara, als letzter Zuwachs, kam ebenso über eine Jobbörse zu uns und hat rasch die gesamte Marktkommunikation übernommen.

Nachdem ihr intern ja viele Bereiche abgedeckt habt, nehmt ihr überhaupt professionelle Hilfe von Dritten in Anspruch?

Doch schon! Wir arbeiten in einigen Bereichen mit professionellen Beratern zusammen. Wir holen uns immer wieder mal Unterstützung bei UI-Experten und haben auch die Umsetzung von Marketing-Materialien an eine professionelle Designerin übergeben. Finanzielle Themen werden stets mit Hilfe unseres Steuerberaters bearbeitet.

Arbeitet ihr neben Goalify noch wo anders?

Für alle im Team ist die Arbeit an Goalify ein Vollzeitjob. Jedoch geht jeder von uns auch privat eigenen Projekten nach.

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(c) Goalify

Habt ihr denn überhaupt noch so etwas wie Freizeit?

Sicher, wir arbeiten sehr intensiv an der Entwicklung von Goalify, achten aber auch darauf genügend Erholungszeiten einzuplanen.  Meiner Meinung nach ist das sinnvoll und erhöht eher die Produktivität als stets auf Vollgas zu arbeiten. Schlussendlich sollte die Balance gefunden werden, denn mindestens 80% der Zeit muss die Arbeit Spaß machen. Wie überall gibt es aber auch bei uns heiße Phasen kurz vor einem Release, dann halten alle zusammen.

Habt ihr euch schon konkrete Gedanken um die Zukunft von Goalify gemacht?

Unser Ziel ist es, mit Goalify einen neuen Begriff einzuführen, der für Konsequenz, Veränderung und langfristigen Erfolg steht. Goalify“  ist ein Lifestyle, denn wir alle haben ein Vorhaben, an dem wir arbeiten möchten.  Und genau das unterstützen wir mit Goalify, denn dranbleiben ist alles!

In den kommenden Monaten und Jahren wollen wir unser Angebot immer weiter ausbauen und unsere Community wachsen sehen, wobei genau sie es ist die stets im Vordergrund stehen wird. Da haben wir ehrgeizige Pläne!

Wir wollen unseren Usern die Möglichkeit geben, sich inspirieren und motivieren zu lassen genauso wie die Möglichkeit, durch u.a. Reportingfeatures, etwas an die Goalify Community zurückgeben zu können.

Und nun noch meine persönliche Lieblingsfrage, welche Tipps hast du für Startup- Gründer?

Bleib dran! Sei kritikfähig und glaube fest an deine Idee auch wenn nicht alles sofort wie gewünscht läuft. Lerne mit Rückschlägen umzugehen und nutze diese konstruktiv, um für die Zukunft zu lernen.

Nutze die Vorteile eines kleinen Teams und schätze die vielen Ideen die im Team entstehen.

Und sei dir bewusst welchen Einfluss jedes Teammitglied auf den Erfolg des Startups hat und sei bereit aus einer falschen Konstellation Konsequenzen zu ziehen. Suche dir eine außenstehende Person, mit der du dich austauschen kannst und der du vertraust. Das ist ganz wesentlich. Damit wird vieles leichter, denn nicht alles kann im Team besprochen oder gelöst werden.

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Logo (c) Goalify

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