Franz Tretter unterstützt mit hello again bei der Kundenbindung

hello again - Founder Franz Tretter | © hello again

hello again schafft nicht nur mehr Platz im Geldtascherl aufgrund der fehlenden Treuekärtchen, sondern bietet Unternehmen im B2C Bereich ein wertvolles und effektives digitales Kundenbindungs-Instrument, das nicht nur vielseitig gestaltbar ist, sondern Unternehmen auch die Möglichkeit bietet auf ihre Endkunden individuell zu zugehen und so Zufallskunden und Laufkundschaft zu wiederkehrenden Stammkunden zu machen.

Founder Franz Tretter, der bereits erfolgreich die Plattform Szene1 aufgebaut hat, kann nicht nur reichlich Erfahrung mitbringen, sondern holt sich auch noch das Runtastic Team rund um Florian Gschwandtner mit an Bord, und sein Team gestellt haben. Im Interview erzählt Franz Tretter über seine Motivation wieder von vorne zu starten, den Startup Standort Öberösterreich und gibt anderen Startups Tipps zum Gründen.

Welches Konzept steht hinter hello again?

Wir helfen Unternehmen beim Aufbau ihrer digitalen Kundenbindung mit einem direkten Kommunikationskanal zu ihren Kunden, basierend auf einer maßgeschneiderten Treue-App. Mein Lieblingsbeispiel: Früher hatte der Leberkas-Pepi sein Treuekarterl mit 10+1. Lästige Ausfüllen & Sammelkärtchen die zuhause liegen bleiben. Jetzt gibts eine Leberkas-Pepi App. Mit jedem Einkauf sammle ich Treuepunkte. Damit man nicht vergisst, ein gutes Leberkas-Semmerl zu essen senden wir situativ Nachrichten direkt aufs Smartphone oder per Mail. Zwei Wochen vorm Geburtstag erhält der Leberkas-Pepi-Stammkunde eine Info, ob ich nicht ein Catering zum Geburtstag in Anspruch nehmen will. Genauso steigert das Unternehmen seinen Umsatz. Und das machen wir für alle Unternehmen mit Filialen oder Produktmarken.

Wie setzt ihr das Konzept technologisch um?

Das ist ganz einfach, wir scannen den QR Code auf der Rechnung und wandeln diesen in Treuepunkte um und bei Produktmarken wird ein QR Code an der Verpackung angebracht. Wir haben auch Brauereien die ihr 10+1 bei den Wirten nun über eine App abwickeln.

Jetzt zu dir, du hast bereits erfolgreich Szene1 gegründet, woher kam die Motivation nochmal von ganz neu anzufangen?

Das ist die pure Leidenschaft. Was gibt es Schöneres als mit einem genialen Team ein Produkt zu bauen, das viele Menschen nützen. Die Entscheidung mich von meinem Baby names Szene1 zu lösen, war nicht einfach und hat lange gebraucht. Schlussendlich war ich von der neuen Vision aber derart überzeugt, dass alles recht schnell ging.

Seit wann gibt es hello again und wer steht dahinter?

hello again gibt es als GmbH seit Ende Februar. Mit digitaler Kundenbindung beschäftigen wir uns jedoch schon seit drei bis vier Jahren, daher haben wir auch bereits mehr als 100 Projekte umgesetzt und können mittlerweile auf recht umfangreiche Erfahrung in der digitalen Kundenbindung zurückgreifen. Mit an Bord sind noch die Gründer von Runtastic und mein Onkel Hubert Tretter.

Runtastic und dich verbindet ja schon eine längere Vergangenheit – welche Vorteile hat der Einstieg von Runtastic konkret mit sich gebracht?

Genau, neben meiner Geschäftsführertätigkeit bei Szene1 war ich drei Jahre an der Seite von Florian Gschwandtner in der Produktentwicklung tätig. Sieht man sich das Gründerteam von Runtastic an, so ist das die perfekte Mischung für die wichtigen Know-How-Gebiete eines Startups. Florian Gschwandtner und Alfred Luger sitzen bei uns im Board und bringen genialen Input und Erfahrung ins Unternehmen ein. Konkret hat Flo ein brutal gutes Produkt- und Marketingverständnis. Alfred ist ein Finanz- und Organisationsgenie und Christian und Rene stehen uns jederzeit mit ihrem technischen Know-How zur Verfügung. Als Ergänzung habe ich noch meinen erfahrenen Onkel ins Board holen können, der lang als Manager in der Getränkebranche tätig war, was eine total andere, aber wichtige Perspektive ins Unternehmen bringt.

Founder Franz Tretter und Florian Gschwandtner | © hello again

Zurück zum Produkt – wer sind eure Kunden, wie profitieren sie von euch?

Unsere Kunden sind Unternehmen im B2C Markt mit wiederkehrenden Endkunden-Kontakt. Konkret sind das Unternehmen, die mit Filialen präsent sind oder Produktmarken, die über Partner oder Handelsketten vertrieben werden. Wir haben nun eine digitale Lösung, um sehr einfach eine eigene Fanbase aufzubauen. Mittels eines klassischen Treueprogramm holen wir die Kunden in die maßgeschneiderte App. Mit situativen Nachrichten holen wir die Kunden dann wieder zurück, sprich wir haben einen direkten Kommunikationskanal über Push- und E-Mail-Nachrichten. Viel wichtiger ist aus unserer Sicht jedoch, dass die App für den Konsumenten einen Nutzen bietet. Nur dann wird die App auch erfolgreich werden. Daher ist das immer der Ausgangspunkt bei neuen Projekten.

Ihr löst mit eurem Produkt das klassische Treuekärtchen ab, das wie du gesagt hast oftmals ziemlich lästig ist. Wieso sollte man sich aber für jedes Cafe oder Produkt eine eigene App runterladen?

In Österreich nützt man in der Regel zwei bis drei Treueprogramme aktiv, Amerika oder UK ist hier schon weiter. Und zwei bis drei Apps für seine Lieblingsgeschäfte installiert man gern, vor allem dann, wenn man dadurch schneller zu seiner Treueprämie kommt. Sollten wir in die Situation kommen, dass die Konsumenten zu viele Treueapps installiert haben, so haben wir auch eine Lösung. Nur das ist Zukunftsmusik.

Ihr seid wieder mal ein sehr gutes Beispiel für ein erfolgreiches Startup aus Oberösterreich, warum denkst du, dass so viele erfolgreichen Startups aus der Region rund um Linz kommen?

Ich denke, in OÖ haben wir ein paar Grundtugenden, die uns von klein auf mitgegeben wurden. Eine gute Idee ist nett, nur wird sie erst mit der konsequenten Umsetzung zum wirtschaftlichen Erfolg. Ich bin überzeugt, in OÖ entsteht aktuell sehr Großes. Rund um die Runtastic-Gründer und Startup300 entsteht eine hoch motivierte und schlagkräftige Community. Ich bin überzeugt, es wird noch viele, viele gute News aus OÖ geben.

Wo siehst du noch Hürden im System, um Startups bei der Gründung zu unterstützen?

Die Gründung meiner letzten GmbH ist schon eine Zeit lang her, daher habe ich ganz vergessen was für einen mühsamen Hürdenlauf bei den Behörden eine Gründung mit sich bringt und wie oft man unnötige Wege machen muss. Für mich unverständlich, warum das im Jahr 2017 noch so ist. Wären die Behörden einem ähnlichen Wettbewerb wie bei Startups ausgeliefert, so könnte man heute schon eine Firma in 10 Minuten online gründen. Gleichzeitig habe ich aber den Eindruck bekommen, dass auch hier sehr wohl etwas in Bewegung ist, besonders in der Beratung, die teilweise wirklich gut und schnell war.

Wie sehen die weiteren Zukunftspläne für hello again aus?

Wir sind aktuell auf Österreich fokussiert und erzielen hier bereits recht gute Erfolge. Unser Produkt entwickelt sich hervorragend weiter, sodass wir als nächstes am gesamten deutschsprachigen Markt und später in ganz Europa mit unserer Lösung starten.

Welche Tipps würdest du neuen Startups mitgeben, die du im Laufe deiner Gründungen gelernt und mitgenommen hast?

Begib dich in eine positive Umgebung, in der die Leute cleverer sind als du, dann entwickelst du dich automatisch weiter. Und lerne nein zu sagen, sonst wirst du dich am Weg zum Erfolg verzetteln. Und ganz, ganz wichtig: Mach wofür du brennst, mach etwas mit Leidenschaft! Nur dann wirst du wirklich gut sein und hast täglich die Energie, um Großes zu schaffen.

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