Interview mit Conda

(c) CONDA

Interview mit Conda

Ein Startup zu gründen ist schon nicht einfach. Ein Startup zu finanzieren kann ein noch viel komplizierterer Vorgang sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung von Eigenkapital bis hin zum Crowdinvesting, welche Art jedoch für das eigene Startup am besten geeignet ist, muss jeder für sich entscheiden.
CONDA betreibt eine Crowdinvesting-Plattform, bei der besonders die regionale Nähe und die qualitative Betreuung im Vordergrund steht. Der Unterschied zu anderen Plattformen liegt darin, dass CONDA nicht nur Unternehmen bei der Finanzierung unterstützt, sondern auch den Investoren als Partner zu Seite steht.

Könntest du in einem Satz erklären um was es bei Conda geht?

Conda ist Crowdinvesting, wir ermöglichen Unternehmen über unsere Plattform auf simple Weise Kapital zu sammeln.

Wie ist denn die Idee zu Conda entstanden?

Mein Mitbegründer Daniel Horak und ich haben uns bei einem Startup-life 2011 kennengelernt, damals haben wir noch für andere Projekte gepitcht. Der Daniel selbst kommt direkt aus der Startup Szene, er hatte selber sogar bereits ein Startup gegründet. Ich hingegen komme aus der Steuerberatung und habe dort viele Beteiligungsmodelle begleitet, das heißt wir bringen beide einiges an Erfahrung mit. Nachdem Kickstarter zu dieser Zeit schon sehr erfolgreich war, haben wir uns gedacht, der Zeitpunkt wäre ideal so eine Crowdfunding Plattform für Österreich zu schaffen.

Mittlerweile seid ihr ja ein recht großes Team, wie habt ihr euch gefunden?

Wie Daniel und ich uns kennengelernt haben wisst ihr ja schon! Die erste Person die als nächster dazugekommen ist war die Karin Timmel, die heute bei uns die Position der Marketingleiterin innehat. Karin wurde uns empfohlen als jemand, der sich in ihrem Bereich sehr gut auskennt, was sie mittlerweile auch öfters bewiesen hat. Und die anderen haben wir alle über persönliche Empfehlungen gefunden beziehungsweise schreiben wir mittlerweile auch schon Stellen aus.

War es denn schon immer ein Traum von dir sich selbstständig zu machen?

Eigentlich schon, denn ich habe bereits in der Schule verschiedene Dinge verkauft, solange bis der Lehrer gemeint hat, dass ich das nicht mehr darf. Ich hatte mir damals sogar schon Visitenkarten gedruckt, obwohl ich erst vierzehn Jahre alt war.

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Und hast du studiert oder bist du gleich ins kalte Wasser gesprungen und hast begonnen zu arbeiten?

Ich habe die AHS-Matura und neben meinem Studium für Softwareentwicklung, hatte ich mein eigenes Unternehmen im Bereich IT-Support. Also irgendwie hatte ich beides. Im Laufe der Zeit bin ich dann draufgekommen, dass auch ein betriebswirtschaftliches Hintergrundwissen zu haben eindeutig von Vorteil wäre. Ich hatte dann die Qual der Wahl, am WIFI Kurse zu machen oder auf der WU zu studieren. Letztendlich bin ich auf der WU gelandet, habe das Studium erfolgreich abgeschlossen und bin in die Steuerberatung gegangen.

Wie würdest du deine Work-Life Balance beschreiben?

Die Gründung und auch die Arbeit jetzt, bedeutet viel Zeit und das wirkt sich natürlich auch auf dein Privatleben aus. Aber du musst 100 Prozent mit deinem Projekt verbringen um es voranzubringen. So ein Startup ist ein full time commitment. Das muss man auf jeden Fall auch mit seinem Partner abklären. Der Fokus liegt rund um die Uhr bei dem Projekt.

Das wichtigste ist auf jeden Fall das Team, wenn das harmoniert und passt, dann kann man die meisten Hürden und Probleme lösen.

Hast du ein konkretes Problem im Kopf, das bei der Gründung von Conda aufgetaucht ist und euch Schwierigkeiten bereitet hat?

Beim Gründen eines Unternehmens gibt es laufend Probleme, aber ich nenne sie lieber Herausforderungen, da man sie lösen muss und will. Eine große Hürde war sicher die erste Finanzierungsrunde, denn es hat sicher ein dreiviertel Jahr gedauert bis wir mal die erste Finanzierung sichergestellt haben und wir Leute im Hintergrund hatten, die uns motiviert und uns immer wieder gesagt haben „Ja, gute Idee macht’s das!“. Meiner Meinung nach ist ein wesentlicher Punkt, die Erwartungshaltung richtig zu managen. Sei es sich selbst gegenüber oder gegenüber den Investoren. Man muss einfach die richtige Balance zwischen Visionen und konkreten Zielen finden.

Und wie finanziert sich Conda?

Hauptsächlich finanzieren wir uns durch Gesellschafter. Wir hatten immer schon ein breites Spektrum an Investoren, die uns Cash zur Verfügung stellen und Investoren, die uns mit Know-how unterstützen. Auf diese Weise konnten wir unser Projekt sehr schnell gemeinsam umsetzen. Unsere Plattform stand immerhin innerhalb von nur vier Monaten. Sowas funktioniert aber auch nur, wenn man starke Partner im Hintergrund hat.

Kann Conda bereits kostendeckend wirtschaften?

Das dauert noch immer an, da gerade in der Expansionsphase sind. Österreich ist zwar kostendeckend, jedoch kostet uns die Expansion schon noch einiges.

Und wie sehen eure Zukunftspläne im Konkreten aus?

Wir wollen Crowdinvesting europaweit für jeden ermöglichen und das über eine gemeinsame europäische Plattform und genau daran arbeiten wir Tag und Nacht. Das ist unser Ziel!

Last, but not least, ein Tipp von dir, denn du anderen Startups auf den Weg mitgeben würdest?

Niemals alleine etwas durchziehen, sondern immer in einem Team. Erstmal muss man zu sich selbst ehrlich sein und seine Stärken und Schwächen finden. Was kann man, was liegt einem und wo würde man scheitern. Bei den Dingen, die man nicht beherrscht, sollte man sich einfach jemand anderen suchen, der was davon versteht. Es geht nicht anders!
Das wichtigste ist auf jeden Fall das Team. Denn wenn das harmoniert und passt, dann kann man die meisten Hürden und Probleme lösen.

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Fotocredits: © Conda


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