Business Model Canvas

Die ersten Schritte zu deinem Startup

Das Business Model Canvas ist unter den meisten Startups eine der beliebtesten Alternativen zu den herkömmlichen traditionelleren Business Plänen. Gerade für Einsteiger, die nicht einen Abschluss in BWL oder einen sonstigen wirtschaftlichen Background besitzen, ist dieses Modell die einfachste Art eine Idee zu visualisieren und dann damit produktiv weiterzuarbeiten.

Dank dem klar strukturierten und einfachen Aufbau des Business Model Canvas kann jeder sehen, wie die eigene Idee, das heißt der eigene Traum, unternehmerisch zu verwirklichen ist.

Alexander Osterwalder, der Entwickler dieses Konzeptes, veröffentlichte sein Modell erstmals 2010 in seinem revolutionären Buch „Business Model Generation“, das für jeden der ernsthaft und professionell sein Start-up voran bringen möchte ein absolutes Muss auf der Leseliste ist. Osterwalder ist geborener Österreicher und hat sich zum Ziel gemacht mit der Hilfe seines Handbuches in die Jahre gekommene Geschäftsmodelle zu erneuern. Daher gilt das Buch jetzt schon als „Bibel“ für Startups. Nachdem Osterwalder Verstaubtes raushaben möchte und besonders JungunternehmerInnen ansprechen und motivieren möchte, ist sein Buch und die darin beschriebenen Ansätze wirklich einfach zu verstehen und anzuwenden.

[Daher auch als Leselektüre für zwischendurch geeignet – no excuse]

Ein Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip, nach dem ein Unternehmen Werte vermittelt, erfasst und schafft, also aufgrund welcher Logik das Unternehmen Geld verdienen möchte.
– Alexander Osterwalder

Wenn sich eine Idee langfristig halten soll, braucht sie ein funktionierendes Geschäftsmodell. Hat man ein gutes Geschäftsmodell, aber eine schlechte Idee, dann ist der Plan wahrscheinlich leichter zu verwirklichen als umgekehrt.

Das Business Model Canvas bietet einem einen übersichtlichen Plan, der aus neun Bausteinen besteht, mit denen man sehr einfach ein, für das eigene Projekt, passendes Geschäftsmodell zusammenbauen kann. Wie einfach das geht, wollen wir euch hier zeigen!

Das Business Model Canvas

Unter Business Model Canvas kann man sich den Plan für das Business Model Canvas herunterladen, ausdrucken und anfangen mit Post-its oder was einem sonst lieber ist, die ersten Ideen zu notieren, zu diskutieren und zu brainstormen.

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Die neun wichtigsten Bausteine setzen sich zusammen aus:

  • Kundensegmente

    Zu diesem Part gehören alle Personen oder Organisationen, für die man mit seinem Startup Werte generieren will. Das geht vom einfachen User bis zu potenziellen absatzfördernden Kunden.

Your customers are the judge, jury, and executioner of your value proposition. They will be merciless if you don’t find fit!
– Alexander Osterwalder

  • Wertangebote

    Jedes Kundensegment hat individuelle Kundenbedürfnisse. Man benötigt daher für jedes Segement die richtigen Kombinationen von Produkten und Dienstleistungen um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

  • Kanäle

    Bei diesem Part geht man schon in Richtung Marketing oder allgemeiner Public Communication, Man stellt sich die Frage, wie man mit seinen Kunden kommunizieren will, welche Kanäle man dafür nützen möchte um die eigenen Werte den Usern näher zu bringen und wie man mit Kunden in Kontakt treten möchte

  • Kundenbeziehungen

    Hat man sich mal einen Kundenstamm aufgebaut, muss dieser auch gepflegt und umhegt werden. Dieser muss gut geplant und organisiert sein um erfolgreich zu werden und zu bleiben.

  • Einnahmequellen

    Falls man kein non-profit Unternehmen gründen will, sollte man auf jeden Fall darüber nachdenken, wie man seine Idee langfristig finanziert und wie risikobereit man ist bzw. wieviel einem die Umsetzung seiner Idee wert ist.

  • Schlüsselressourcen

    Um dein Produkt oder deine Dienstleistung anbieten zu können, muss geklärt werden welche Ressourcen, egal ob finanziell, materiell oder zeitlich, essenziell für deine Vision sind und aber auch in ausreichendem Ausmaß bereitgestellt werden können.

  • Schlüsselaktivitäten

    Sind die Schlüsselressourcen geklärt, muss man sich überlegen, am besten mittels Brainstorming, welche Handlungen und Aktivitäten allgemein erst überhaupt in Gang gesetzt werden müssen, um seine Dienstleistung oder sein Produkt auf den Markt zu bringen.

  • Schlüsselpartner

    Außerdem ist abzuklären auf welche externen Zulieferer zurückzugreifen ist, was besonders für Unternehmen wichtig ist, die ein Produkt auf den Markt bringen. Die Planung dieses Bausteins hängt sehr eng mit den analysierten Schlüsselaktivitäten zusammen.

  • Kostenstruktur

    Dieser Punkt sollte auf jeden Fall erst am Schluss gemacht werden, da man nun einen Überblick über sein Geschäftsmodell hat und weiß, wie es funktioniert und was man nun tatsächlich benötigt. Der nächste Schritt wäre jetzt die anfallenden Kosten in einem groben Überblick zu visualisieren.

Wie schauen die nächsten Schritte aus, wenn man diese Punkte alle step by step durchgegangen ist?

Das Business Model Canvas kann natürlich den herkömmlichen Business Plan nicht vollständig ersetzen. Jedoch bietet er gerade jungen Start-ups einen simplen Einstieg in die Materie und fungiert als Starthilfe für die Anfangsphase.

Dieser Artikel kann nur einen Überblick zum Business Model Canvas bieten. Daher lest das Buch „Business Model Generation“ von Alexander Osterwalder. Die wichtigsten Faktoren und eventuelle Schwierigkeiten oder noch Unklarheiten, die ein Unternehmen gerade bei in der Gründungsphase haben kann und wird, sind mithilfe des Modells übersichtlich zusammengefasst.

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