„Bio-Startup“ setzt auf nachhaltiges Schweinefleisch

(c) bioFREILAND

Bio-Unternehmen bioFreiland mit der Mission Bewusstsein für Lebensmittel bei Konsumenten neu zu wecken.

Die Fleisch- und Wurstwaren vom Startup „bioFreiland“ aus eigener Freilandhaltung sind in der Region schon in vielem Munde. Sechs Monate ist es her, dass sich das junge Team rund um Angelika & Adi Stadlmayr sowie Nici & Toni Bürstinger selbstständig machte und das Bio-Unternehmen bioFreiland gründeten, um das Bewusstsein & die Verantwortung für Lebensmittel bei Konsumenten neu zu wecken.

BIO und Nachhaltigkeit sind für das Unternehmensquartett kein Trend, sondern eine Lebenseinstellung. Aus Überzeugung heraus haben Angelika und Adi Stadlmayr den elterlichen Betrieb in Gaspoltshofen im Jahre 2009 auf biologische Freilandschweinehaltung umgestellt und sind seither anerkannter Biobetrieb. Toni Bürstinger, gelernter Metzgermeister, und seine Frau Nicole Bürstinger veredeln das qualitativ hochwertige Schweinefleisch und zaubern daraus köstliche Gustoschmankerl die im eigenen Bio-Hofladen, auf dem Welser Wochenmarkt und in ausgewählten Regionalläden verkauft werden.

Schweine ohne Sonnenbrand

Die Tiere leben ganzjährig auf riesigen Weiden, umringt von Wäldern. Gefüttert werden sie mit Biogetreide, auf Wachstumsbeschleuniger wird verzichtet. Während Schweine in konventioneller Haltung mit sechs Monaten geschlachtet werden, gibt Bio-Bauer Adi Stadlmayr ihnen zehn Monate Zeit. „Sie brauchen so lange, weil sie in dieser Haltung langsamer wachsen.“

Seine Tiere haben jährlich mehrere Hektar zur Verfügung. „Sie sind das ganze Jahr über draußen.“ Adi Stadlmayr hat sich deshalb auf eine bunte Mischung aus Duroc, Edelschwein, Pietrain spezialisiert und auch Kreuzungen vom Wollschwein stehen auf der Weide. Durch die selbst gegrabenen Suhlen, schützen sich die Tiere mit einer Schlammschicht vor Sonnenbrand und Parasiten und können so ganzjährig draußen bleiben. „Sie haben viel intramuskuläres Fett, also ein saftiges, kompaktes Fleisch, das durch die viele Bewegung trotzdem zart bleibt“, sagt Stadlmayr.

Von der „Nase bis zum Schwanz“

Verarbeitet wird vom Freilandschwein alles – von „der Nase bis zum Schwanz“. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnerbetreiben aus der Region ist dem jungen Unternehmensquartett ebenso wichtig, wie der Fokus auf kurze Wege. „BIO Lebensmittel in einer Massenproduktion herzustellen widerspricht sich“, sind sich die Jungunternehmer einig. „Fleisch sollte wieder etwas Besonderes für uns Konsumenten werden. Und wenn wir Fleisch essen, dann sollten wir wissen, woher es kommt und wo und wie es großgezogen wurde.“

Aufklärungsarbeit by bioFreiland

Besonders am Herzen liegt den Bio-Unternehmern die Aufklärung der Konsumenten. „Wir haben in unserer Umgebung so viele Ab-Hof-Läden und Bauernmärkte. Der Kunde kann sich zu 100 % darauf verlassen, dass er dadurch die bestmögliche und ursprünglichste Qualität bekommt, die ein Landwirt liefern kann. In Zeiten von Fleischskandalen und Produktrückrufaktionen müssen wir wieder mehr den Handwerksbetrieben und Bauern aus unserer Region vertrauen“ meint Angelika Stadlmayr.

Regionale Kooperationen

Einzigartig ist die Zusammenarbeit mit der Kochschule „mitkochen“. Bei einem Fleischverarbeitungskurs lernen die Teilnehmer die Verarbeitung einer ganzen Schweinehälfte. „Die jungen Generationen haben zum großen Teil verlernt, dass man von einem Schwein wirklich alles verwerten kann. Traditionelle Produkte wie Leberknödel, Grammelschmalz, Blutwurst, Bratwürstel und Sulz kann kaum jemand mehr selber machen. Das ist Teil unserer Kultur und darf nicht in Vergessenheit geraten“, bemerkt Nici Bürstinger, die diese Kurse bereits seit vier Jahren anbietet.

Redaktion

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