100 Millionen Förderung von Lohnnebenkosten für Startups

Von dem 185 Mio. Euro schweren Startup-Paket der Bundesregierung fließen in den kommenden drei Jahren 100 Mio. Euro in die Förderung von Lohnnebenkosten. Die Lohnnebenkosten der ersten drei Angestellten  junger innovativer Unternehmen werden ab 1. Jänner 2017 über drei Jahre mit insgesamt 100 Millionen Euro gefördert. Wirtschaftsministerium und Technologieministerium steuern jeweils die Hälfte der Mittel bei.

„Wir wollen innovative Startups gerade in der schwierigen Startphase entlasten. Mit der Förderung der Lohnnebenkosten erleichtern wir das Anstellen der ersten Mitarbeiter und unterstützen das Wachstum des Unternehmens. Das ist ein wichtiger Schritt“, sagt Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. „Zusätzlich kommt es 2017 und 2018 zu einer weiteren Absenkung der Lohnnebenkosten für alle Unternehmen, indem die FLAF-Beiträge spürbar gesenkt werden.“

„Startups haben das Potenzial, überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze zu schaffen. Mit unserer Förderung unterstützen wir sie genau dann, wenn sie es am dringendsten brauchen, nämlich in der ersten Wachstumsphase, und setzen einen gezielten Impuls für den Arbeitsmarkt“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.

Gesamtvolumen von 100 Mio. Euro bis 2019

Die Förderbank Austria Wirtschaftsservice GmbH führt das Lohnnebenkosten-Förderprogramm im Auftrag der beiden Ministerien durch. Einmal pro Jahr werden dabei die nachweislich bezahlten Dienstgeberbeiträge gefördert. Bis zu 1.500 Startups profitieren von der Unterstützung, die jeweils bis zu maximal 125.000 Euro betragen kann. Jährlich werden damit rund 3.000 Arbeitsplätze geschaffen. Um Schwelleneffekte zu vermeiden, also dass junge Unternehmen nach Ablauf von drei Jahren von plötzlichen Ausgaben überrascht werden, schmilzt die Förderung jährlich um ein Drittel ab. Im ersten Jahr werden die Lohnnebenkosten vollständig gefördert, im zweiten Jahr zu zwei Drittel und im dritten Jahr mit einem Drittel.

Anträge ab 1. Jänner 2017 möglich

Die Maßnahme des Startup-Pakets richtet sich an innovative, wachstumsstarke und maximal fünf Jahre alte Startups mit Sitz oder Betriebsstätte in Österreich. Ob Unternehmen den genauen Förderkriterien entsprechen, können sie über den aws Startup PreCheck ermitteln. Sie erhalten in dieses Selbsttest unmittelbar eine Rückmeldung über die Förderwahrscheinlichkeit. Das wichtigste Kriterium ist das Beschäftigungswachstum: Startups mit mehr als 10 Beschäftigten müssen in den drei Jahren ab Antragstellung ein Beschäftigungswachstum von jährlich 10% erreichen, Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten fünf neue Arbeitsplätze schaffen.

Mit dem aws Lohnnebenkostenkalkulator besteht zudem bereits vorab die Möglichkeit, den Förderungsablauf und die maximale Zuschusshöhe auszurechnen. Anträge können ab 1.1.2017 direkt über die Austria Wirtschaftsservice GmbH gestellt werden.

 

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